Die Taktanalyse gibt dir einen tieferen Einblick, wie Prozesse auf der Baustelle tatsächlich ablaufen. Die Übersicht hilft dabei, den realen Arbeitstakt zu erkennen, Abläufe und Sequenzen besser zu verstehen und Unterschiede zwischen Abschnitten sichtbar zu machen. So kannst du Prozessgeschwindigkeit und Wiederholbarkeit bewerten und Videodaten direkt in deine Analyse einbeziehen.
Während der Terminplan beantwortet, wann etwas passieren soll, zeigt die Taktanalyse, wie gearbeitet wird.
Aufbau der Ansicht
Die Ansicht ist in zwei Bereiche gegliedert.
Auf der linken Seite befindet sich die Standortliste. Hier siehst du alle automatisch erkannten Prozesse, übersichtlich gruppiert nach Gebäude, Geschoss, Abschnitt und Komponente.
Die rechte Seite zeigt die eigentliche Taktansicht. Auf einem Zeitstrahl werden Prozesse als farbige Balken dargestellt. Diese Darstellung macht Reihenfolgen, Muster und wiederkehrende Taktfolgen schnell erkennbar.
Klickst du auf einen Prozess im Zeitstrahl, öffnet sich rechts eine Seitenleiste. Sie liefert dir alle relevanten Details, um Inhalt und Qualität eines Takts einzuordnen:
das zugehörige Video mit Tageszeitraffer und Player-Steuerung
die genaue Nettodauer des Prozesses
Anzahl der Arbeiter und Arbeitsstunden
Zuordnung zu Bauteil, Geschoss und Abschnitt
eine direkte Verlinkung zum Bautagesbericht
die Zuordnung zu Prozessgruppen
💡 Am unteren Rand der Seitenleiste findest du außerdem die Möglichkeit, Prozessfehler zu melden. Wenn die automatische Erkennung nicht korrekt ist, bei falscher Prozessklasse oder falschem Geschoss, kannst du dies hier direkt melden. Der Hinweis „Prozessfehler melden“ ist in der Seitenleiste rot hervorgehoben und führt dich schnell durch die Meldung. Hier kannst du mehr erfahren.
Prozesse und Standorte filtern
Um deine Analyse gezielt einzugrenzen, stehen dir verschiedene Filter zur Verfügung.
Über das Prozess-Dropdown kannst du einzelne Leistungen oder Prozessarten auswählen, zum Beispiel Schalung, Bewehrung, Betonage oder Fertigteile.
Mit dem Standort-Dropdown filterst du nach Geschoss, Abschnitt oder Bauteil beziehungsweise Komponente. So lassen sich Abläufe einzelner Abschnitte direkt miteinander vergleichen.
Geplante Dauern einblenden
Mit dem Schalter „Geplante Dauern“ kannst du zusätzlich die geplanten Prozessdauern anzeigen lassen.
Diese dienen ausschließlich als Orientierung und Kontext. Du erkennst damit, ob der IST-Ablauf grundsätzlich zur erwarteten Größenordnung passt und ob die geplante Dauer realistisch zum tatsächlichen Arbeitstempo ist.
Wichtig dabei: Diese Funktion bewertet nicht, ob ein Prozess zu früh oder zu spät stattgefunden hat. Sie betrachtet den Rhythmus und die Ausführung, nicht das Kalenderdatum.
Darstellung anpassen
Über das Dropdown „Ansicht nach …“ kannst du die Struktur der Taktansicht flexibel ändern. Die Darstellung lässt sich nach Bauteilen, Prozessen, Geschossen oder Abschnitten organisieren – je nachdem, welche Perspektive für deine Fragestellung am sinnvollsten ist.
Prozesse markieren
Mit der Funktion „Markierte Prozesse“ kannst du ausgewählte Vorgänge speichern und später schnell wieder aufrufen. Das ist besonders hilfreich für Besprechungen, für spätere Vergleiche oder um gezielt zu kritischen Prozessen zurückzuspringen.
Weitere Funktionen
Im Drei-Punkte-Menü oben rechts findest du zusätzliche Werkzeuge:
Kameraausfälle: Zeigt Ausfälle direkt in der Taktansicht an, sodass du erkennst, ob Lücken in der Taktung auf fehlende Bilddaten zurückzuführen sind.
Prozessfehler-Übersicht: Eine Liste aller gemeldeten Fehler inklusive Status (offen oder gelöst) und direktem Sprung zum jeweiligen Video.
PDF-Export: Ermöglicht den Export des gesamten Projekttakts als PDF zur Dokumentation.
Shortcuts: Eine Übersicht der verfügbaren Tastenkombinationen für eine schnellere Analyse.




